Lohmen wurde 1227 erstmalig urkundlich erwähnt. Das ehemalige Domänendorf des Klosters Dobbertin ist auch heute noch sichtbar von Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft geprägt.

Bereits 1932 gab es jedoch Ansätze, aufgrund der hervorragenden natürlichen Raumausstattung, im Dorf Lohmen auch Tourismus und Naherholung als weiteres wirtschaftliches Feld zu erschließen. Daran knüpfte die Gemeinde 1973 mit dem Bau eines Zeltplatzes, von Ferienhäusern und eines Kinderferienlagers erfolgreich an und entwickelte nach 1990 zunächst das Leitbild „Tourismusdorf“.

Mit den Angeboten des nach der Wende entstandenen Wohn- und Pflegezentrums „Am Walde“ und der Eröffnung der Rehaklinik am Garder See wurde seit 1996 das Leitbild der Gemeinde kontinuierlich zum „Gesundheitsdorf“ erweitert.

Basis sind die naturnahen Erholungsangebote (Baden, Wandern, Angeln), die Gesundheits- und Rehaangebote der Klinik und der Pflegeeinrichtungen, die Sektion Seniorenschwimmen /Rehasport im Kulturverein sowie andere naturnahe Sportangebote. Dieses Leitbild ist kompatibel mit der Landespolitik.

Mit 69 Betrieben und Gewerbetreibenden und einer seit Jahren hohen Beschäftigungsrate ist Lohmen wirtschaftlich gut aufgestellt und ein Zentrum in der engeren Region. Täglich pendeln rund 300 Beschäftigte zur Arbeit nach Lohmen, während ca. 170 Einwohner der Gemeinde nach auswärts zu ihrem Arbeitsplatz fahren.

Für Lohmen ist nicht die Schaffung neuer Arbeitsplätze und Einkommensmöglichkeiten der Schwerpunkt, da seit Jahren annähernd Vollbeschäftigung herrscht. Infrastrukturentwicklung und die Erhöhung der Lebensqualität sollen die Ansiedlung von kompetenten Fachkräften fördern und dadurch die langfristige Entwicklung der Wirtschaft sichern.

Ein wichtiger Faktor ist dabei auch die seit 2008 existierende Familienservice-Agentur mit ihren umfangreichen Angeboten für Dienstleistungen. Die Daseinsvorsorge ist generell ein wichtiger Faktor. Die gemeindeeigene Kindertagesstätte „Waldgeister“ mit über 100 Plätzen und das Wohn- und Pflegezentrum „Am Walde“ mit Altenheim, Betreutem Wohnen und Häuslicher Pflege sind dafür konkreter Ausdruck.

Die Gemeinde Lohmen hatte und hat zahlreiche nationale und internationale Partnerschaften, so z.B. nach Dobbertin im Nachbarkreis Ludwigslust/Parchim und nach Sehestedt in Schleswig-Holstein. Langjährige Kontakte gibt es auch nach Lundby in Dänemark und nach Nová Ves in Westböhmen.

Für ihre internationalen Aktivitäten wurde die Gemeinde 2006 mit der Europafahne des Europäischen Parlaments geehrt. Durch die Landesregierung wurde Lohmen als Seniorenfreundliche und Familienfreundliche Kommune ausgezeichnet.

Im 25. Bundeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ erhielt Lohmen 2017 eine Bronzemedaille.

Im Rahmen der Flurneuordnung und der Dorferneuerung, die mit Mitteln der Europäischen Union gefördert werden, haben in der Gemeinde Lohmen in den zurückliegenden Jahren umfangreiche Rekonstruktionen stattgefunden. Das betrifft zum Beispiel Straßenbaumaßnahmen in Lohmen, zwischen Lohmen und Altenhagen sowie im Ortsteil Gerdshagen.

In Lohmen wurden der alte Dorfkrug und der alte Tanzsaal zu einer Dorfbegegnungsstätte umgebaut,die ehemalige Scheune des Dreiseiten-Pfarrhofes zu einer Festscheune umgestaltet und der dazugehörige ehemalige Pfarrhofstall von außen komplett saniert. Für die zukünftige Nutzung wird gegenwärtig ein Konzept erarbeitet.

Die denkmalgeschützte Feierhalle auf dem Lohmener Friedhof wurde saniert und erhielt einen modernen Anbau für würdige Trauerfeiern.